Für die Prüfung von Wärmeaustauschern gelten innerhalb der EU die Normen EN 305 bis EN 308. Hierbei beschreibt die Norm EN 308, "Wärmeaustauscher - Prüfverfahren zur Bestimmung von Leistungskriterien von Luft/Luft- und Luft-/Abgas-Wärmerückgewinnungsanlagen", das Prüfverfahren für die Wärmeaustauscher, die in Wohnungslüftungsgeräten zum Einsatz kommen und die Übertragung der Wärmeenergie der Abluft auf die dem Wohnraum zugeführte Zuluft sicherstellen. Die bisherigen Prüfverfahren zur thermischen Prüfung von Wohnungslüftungsgeräten mit Wärmerückgewinnung (z. B. >> LÜ-A Nr. 20) waren an die EN 308 angelehnt, die aktuellen Prüfverfahren (z. B. >> EN 13141-7/-8) definieren jedoch eigene Verfahren zur Prüfung thermischer Eigenschaften.



Die Normenreihe EN 13141, "Lüftung von Gebäuden - Leistungsprüfungen von Bauteilen/Produkten für die Lüftung von Wohnungen", mit den Teilen 1 bis 11 beinhaltet die Leistungsprüfungen von Bauteilen/Bauprodukten für die Lüftung von Wohnungen. Sie soll auf lange Sicht die harmonisierte Prüfnorm in Europa werden, um die in der EN 13142 festgelegten Leistungskenngrößen zu ermitteln. Die Normen werden in Deutschland von der DIN in einer angepassten Fassung als DIN EN 13141-7 und -8 veröffentlicht. Diese Prüfstandards sind Basis für die Kennzeichnung von Wohnungslüftungsgeräten nach den >> Richtlinien des ÖkoDesign der Europäischen Union.

Teil 7, "Leistungsprüfung von mechanischen Zuluft- und Ablufteinheiten (einschließlich Wärmerückgewinnung) für mechanische Lüftungsanlagen in Wohneinheiten (Wohnung oder Einfamilienhaus)" enthält die Prüfbedingungen für zentrale Wohnungslüftungsgeräte mit rekuperativer, enthalpischer oder regenerativer Wärmerückgewinnung und Luft/Luft-Wärmepumpen. Teil 8, "Leistungsprüfung von mechanischen Zuluft- und Ablufteinheiten ohne Luftführung (einschließlich Wärmerückgewinnung) für ventilatorgestützte Lüftungsanlagen von einzelnen Räumen", definiert die Prüfvorgaben für dezentrale Lüftungsgeräte einschließlich Lüftungsgeräten mit alternierenden Ventilatordrehrichtungen, auch Umschalt-Lüftungsgeräte genannt.


Logo: Passivhaus Institut Darmstadt

Das >> Passivhaus Institut Darmstadt (PHI) dient als unabhängige Forschungsstelle der Entwicklung der Passivhaus-Technik und der Prüfung und Zertifizierung von Passivhäusern und Komponenten, die zum Einbau in Passivhäusern entwickelt wurden. Zudem können sich fachkundige Ingenieure, Planer und Handwerker mit ihrem Fachwissen über Passivhäuser durch das Ablegen einer Prüfung zertifizieren lassen.

Zentrale und dezentrale Wohnungslüftungsgeräte sind für den Betrieb eines Passivhauses von großer Bedeutung, da sie einen ausreichenden Luftaustausch zum Bautenschutz und eine gute Raumluftqualität sicherstellen. Sie können daher als Passivhaus geeignete Komponente zertfiziert werden. Hierfür benötigen Hersteller von Wohnungslüftungsgeräten Prüfungen nach den Regularien des PHI. TZWL ist vom PHI als Prüfstelle anerkannt, sodass Hersteller mit den Prüfberichten des TZWL die Zertifizierung beantragen können.


Flagge Europäische Union

Die EU hat es sich 2009 zum Ziel gesetzt, den Energieverbrauch innerhalb der Union bis 2020 um mindestens 20 Prozent zu senken. Insbesondere im Produktionssektor sehen die Verantwortlichen erhebliche Einsparungspotenziale. Auch deshalb werden Produkte mit harmonisierter Normierung zu Prüfung und Bewertung der Funktionsweise und Energieeffizienz überwacht. Für die Prüfung von Wohnungslüftungsgeräten gilt die Normenreihe >> EN 13141.

Des Weiteren erhalten energierelevante Produkte durch produktspezifische >> Ökodesign-Richtlinien einen Rechtsrahmen zur umweltgerechten Gestaltung, zur Klassifizierung sowie zu Informationspflichten der Hersteller gegenüber den Kunden. Mit Wirkung zum 01. Januar 2016 werden auch Wohnungslüftungsgeräte und Nichtwohnungslüftungsgeräte laut den Verordnungen >> (EU) Nr. 1253/2014 sowie >> 1254/2014 basierend auf EU-Richtlinien produziert und bewertet.


Logo Deutsches Institut für Bautechnik (DIBt)

Das >> Deutsche Institut für Bautechnik (DIBt) ist die offizielle Zulassungsstelle für bautechnische Produkte, die auf dem deutschen Markt vertrieben werden. Das DIBt vergibt allgemein bauaufsichtliche Zulassungen (abZ), auch als Übereinstimmungszeichen (Ü-Zeichen) bekannt, und Europäische Technische Zulassungen (ETA) auf Antrag der Hersteller. Kontrollierte Wohnungslüftungsgeräte müssen nach den geltenden Richtlinien des DIBt von einer anerkannten Prüfstelle untersucht werden, um eine Zulassung beim DIBt zu erlangen und in Deutschland im Wohnraum betrieben werden zu dürfen. TZWL prüft seit mehr als 15 Jahren als vom DIBt anerkannte Prüfstelle zentrale und dezentrale Lüftungsgeräte mit und ohne Wärmerückgewinnung zur Erlangung einer Zulassung.


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