Blower Door

Sie möchten die Luftdichtheit ihres Gebäudes mittels eines "Blower Door"-Tests bestimmen? Sie möchten Undichtigkeiten in Ihrer Geäudehülle aufsprüren und beseitigen? Sprechen Sie uns an!

Die Luftdichtheit von Gebäuden wird seit dem 1. Februar 2002 in der Energieeinsparverordnung (EnEV) gefordert. Luftdichtheit ist die durchgängige Luftdichtheitsebene, die das Gebäude von der Innen- zur Außenseite abgrenzt.

Wie luftdicht ein Gebäude ist, lässt sich mit Hilfe einer Differenzdruckmessung, auch "Blower Door - Messung" genannt, ermitteln. Obwohl eine ausreichende Luftdichtheit bei Neubauten und Sanierungen im Wohnungsbestand bereits seit Jahren gesetzlich gefordert ist, findet eine praktische Umsetzung nach wie vor nur unzureichend statt.
Logo - Dichtheitstest an Gebäuden

"Blowe Door" - Messung im Detail

Zur Überprüfung der Luftdichtheitsebene dient das Differenzdruck-Messverfahren, auch "Blower Door - Messung" genannt. Das Verfahren ist in der DIN 13829 beschrieben.

Bei der Messung wird ein elektrisch betriebenes Gebläse mit flexiblem Rahmen in die zu messende Luftdichtheitsebene (Außentür oder Fenster) eingebaut. Mit dem Gebläse wird ein Unter- bzw. Überdruck von 50 Pascal im Gebäude erzeugt. Es werden zwei unterschiedliche Messverfahren unterschieden, die eine unterschiedliche Präparation des Prüfobjektes voraussetzen:

  •     Verfahren A wird im Nutzungszustand durchgeführt. Nutzungsbedingte Öffnungen in der Gebäudehülle werden bei der Messvorbereitung nicht abgedichtet.
  •     Verfahren B wird bei Neubauten nach Fertigstellung der äußeren Gebäudehülle durchgeführt. Diese Messung dient dazu, die Dichtheit der Gebäudehülle nachzuweisen.

Vorteile einer luftdichten Gebäudehülle

  •     Reduzierung von Heizkosten
  •     Vermeidung von Lüftungswärmeverlusten
  •     Vermeidung von Bauschäden durch Tauwasser
  •     Vermeidung von Schimmelpilzbildung
  •     Gewährleistung einer optimalen Funktionalität einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung
  •     Verbesserung des Wohnklimas durch:
    •         Steigerung der Luftqualität
    •         Vermeidung von Zugluft
    •         Vermeidung von Kaltluftseen
    •         Verbesserung des Schallschutzes

Während der Messung wird die Luftmenge bestimmt, die bei verschiedenen Druckdifferenzen zwischen Innen und Außen durch Leckagen der Gebäudehülle strömt, der sogenannte Leckage-Volumenstrom.

Anschließend wird der ermittelte Leckage-Volumenstrom auf das Raumvolumen bezogen.Es ergibt sich die sogenannnte Luftwechselrate. Sie gibt an wie oft in der Stunde, die das Raumvolumen ausfüllende Luftmenge, durch die Leckagen getauscht wird (Einheit  [1/h] bzw. h-1).

Die ermittelte Luftwechselrate bei 50 Pascal Druckdifferenz wird n50-Wert genannt. Dieser Wert darf die Grenzwerte der EnEV bzw. DIN nicht überschreiten.

Prüfdruck = Winddruck

Der bei der Messung verwendete Prüfdruck liegt zwischen 10 und 60 Pascal. Dieser Prüfdruck entspricht dem Staudruck auf der dem Wind zugekehrten Seite des Hauses bei Windgeschwindigkeiten zwischen 4 und 10 m/s (bzw. 15 bis 35 km/h), also normal starkem Wind. 50 Pascal entsprechen 5 mm Wassersäule, auf 1 m2 Gebäudehüllfläche lastet somit ein Gewicht von 5 kg.

Die Grenzwerte für den n50-Wert sind wie folgt definiert:


  •     falls keine Lüftungsanlage eingebaut ist: maximal 3,0 h-1
  •     bei eingebauter Wohnungslüftungsanlage: maximal 1,5 h-1
  •     bei einem Passivhaus mit Lüftungsanlage: maximal 0,6 h-1.

Leckageortung im Detail

Zusätzlich zur n50-Messung kann eine Leckageortung durchgeführt werden. Bei der Leckageortung wird das Gebäude bei einem Unterdruck von 50 Pascal abgegangen und nach Leckagen untersucht. Mit einem Luftgeschwindigkeitsmessgerät (Thermoanemometer) wird die Stärke der Luftströmung im Bereich der einzelnen Leckagen ermittelt und ihre Bedeutung beurteilt.

Für die Erstellung eines ausführlichen Berichts werden Art, Lage und Bedeutung der einzelnen Undichtheiten in einem Protokoll erfasst und fotografisch dokumentiert.

Prüfnormen im Detail

DIN EN 13829

Die DIN EN 13829 beschreibt die Anwendung von Über- und Unterdruck in Gebäuden oder Gebäudeteilen, sowie die Messung der resultierenden Luftvolumenströme in Abhängigkeit von verschiedenen statischen Druckdifferenzen zwischen Innen und Außen.

Die vorliegende Norm dient der Bestimmung der Luftdichtigkeit von Ein-Zonen-Gebäuden. Für die Zwecke dieser Norm können viele Mehrzonen-Gebäude behandelt werden, indem Innentüren geöffnet werden oder in angrenzenden Zonen gleiche Drücke erzeugt werden. Sie behandelt allerdings nicht die Bestimmungen der Luftdurchlässigkeit einzelner Bauteile.

DIN 4108 Teil 7

Die DIN 4108 Teil 7 befasst sich mit der Luftdichtheit von Bauteilen und Anschlüssen. Die Norm ist allgemein anerkannte Regel der Technik.

Sie enthält Planungs- und Ausführungsempfehlungen sowie Ausführungsbeispiele, einschließlich geeigneter Materialien zur Einhaltung von Anforderungen an die Luftdichtheit von beheizten oder klimatisierten Gebäuden und Gebäudeteilen. Die Ausführungsbeispiele behandeln keine funktionsbedingten Fugen und Öffnungen in der wärmetauschenden Hüllfläche, z. B. Gurtdurchführungen bei Rollladenkästen sowie Briefkästen. Diese Fugen und Öffnungen müssen entsprechend den allgemein anerkannten Regeln der Technik luftdicht ausgebildet werden.


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