EN 13141: Leistungsprüfungen für Wohnungslüftung

Das Prüfprogramm der EN 13141-7/-8 für Wohnungslüftungsgeräte mit Wärmerückgewinnung beinhaltet im Wesentlichen die

  • Leistungsprüfung aerodynamischer Eigenschaften (Undichtheiten, Volumenstromkennlinie),
  • Leistungsprüfung der thermischen Eigenschaften (Temperatur- und Feuchteverhältnisse, Leistung der Wärmepumpe),
  • Leistungsprüfung akustischer Eigenschaften (Geräteabstrahlung, Kanalabstrahlung),
  • Frostschutzprüfung

Änderungen im Vergleich zu den vorherig gültigen Prüfstandards der EU und des DIBt

Die ermittelten Kennwerte und Messergebnisse des alten Reglements für deutsche Bauartzulassungen (LÜ-A Nr. 20) sind nur bedingt mit den Ergebnissen einer Geräteprüfung auf Basis der neuen DIN EN 13141-7/-8 vergleichbar.

Die prüftechnische Ermittlung der Dichtheit ist im Wesentlichen gleich geblieben. Abweichend wird der Leckvolumenstrom auf den maximalen anstatt auf den mittleren Volumenstrom bezogen. Der Leckvolumenstrom wird extern bei einem höheren Druck ermittelt. Die DIN EN 13141 gibt die Dichtheit von Geräten zudem in Dichtheitsklassen aus.

Die Frostschutzprüfung findet bei -15 °C anstatt bei -12 °C statt und die Dauer beträgt mindestens sechs Stunden. Damit sind die Anforderungen an die Frostschutzstrategie der Geräte insgesamt gestiegen.

Der thermische Wirkungsgrad, ηWRG genannt, erfährt den deutlichsten Wandel. Das bisherige Prüfprogramm LÜ-A Nr. 20 umfasst eine formal rein enthalpische Berechnung des Wirkungsgrads ηWRG. Der Wirkungsgrad berücksichtigt also die Wärmeenergie aus Temperatur und Feuchte in Summe. Es sind somit Wärmerückgewinnungsgrade von über 100 Prozent möglich.

Die DIN EN 13141-7/-8 weist das Temperatur- und Feuchteverhältnis (ηθ und ηx) jeweils separat aus bei:

  • trockener Messung (verbindliche Prüfung),
  • Messungen mit Kondensation (verbindlich für regenerative Wärmeübertrager, ansonsten optional),
  • Messungen mit extremer Kondensation (optionale Prüfung)

Die Verhältnisse sind zuluftseitig zu ermitteln (ηθ,su, ηx,su), eine fortluftseitige Betrachtung ist optional (ηθ,ex, ηx,ex). Durch die strikte Trennung der Temperatur- und Feuchteverhältnisse sind somit Werte von unter 100 Prozent sichergestellt (abgesehen von Leckagen und Ventilatorabwärme).

Die Ermittlung thermischer Eigenschaften von Umschalt-Lüftungseinheiten wird aufgrund der besonderen Eigenschaften dieser Geräte (Luftvolumenstromrichtung pendelt in einem Gerät in kurzen Abständen zwischen Zuluft und Abluft) separat beschrieben, um korrekte und vergleichbare Messungen sicherzustellen.

Die DIN EN 13141 berücksichtigt zudem die Messung der akustischen Eigenschaften von Wohnungslüftungsgeräten. Geprüft wird der Schallleistungspegel LWA durch das Gehäuse des Gerätes, sowie an allen Luftleitungen, in dB(A).

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